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Der Sturz eines Giganten! Was ist mit Fnatic los?

Kaum einem Team hat der europäische Bereich des E-Sports mehr zu verdanken als der Organisation Fnatic. Egal ob in Hearthstone, CS:GO oder League of Legends. Das Streben nach der Weltspitze und der Hunger nach Erfolg hat diese Organisation groß gemacht! In Europa und Weltweit.

Doch was ist passiert? Der 5-Fache Worlds Teilnehmer und ehemalige Weltmeister schwächelt in allen Belangen, trotz Stars wie Martin „Rekkles“ Larsson und Bora „Yellowstar“ Kim in ihren Reihen. Konnte man den Abgang von Enrique „Xpeke“ Martinez, Paul „sOAz“ Boyer und Lauri „Cyanide“ Happonen noch gut durch Top-Talente ersetzen, geht es nach einem Überragenden „Nachwendesplit“ eher Bergab.

Nach den Wegen besagter Stars konnte durch eindrucksvolle Transfers geglänzt werden. Seung Hoon „Huni“ Heo und Yeujin „Reignover“ Kim waren, trotz ihrer Unbekanntheit, von Anfang an am Overperformen und ersetzten die „alten Hasen“ und auch die beiden neuen europäischen Spieler Fabian „Febiven“ Diepstraten und Pierre „Steelback“ Medjaldi schlugen nicht minder gut ein!

In Season 5 startete Fnatic furios und ging bis auf ein Spiel ungeschlagen aus dem Sommerpslit auch dank Rückkehrer Rekkles, der für den Springsplit zu Elements gewechselt war und dort keinen wirklichen Erfolg hatte. Zusammen mit Shotcaller und Support Yellowstar bildete er eine Veteranen Botlane und verhalf damit ebenfalls Fnatic zum besten Split eines EU LCS Teams aller Zeiten.

Doch was nun? Huni und Reignover gingen nach den Worlds 2015 zu den Immortals und Yellowstar zu TSM nach NA. Fnatic musste einen schweren Schlag hinnehmen, da gleich drei Spieler das Team verließen. Doch dieses mal lief es nicht so Rund mit den Neulingen! Zwar wussten sich Noh „Gamsu“ YoungJin, Dayun „Spirit“ Lee ganz gut zu wehren und auch Lewis „Noxiak“ Felix war nicht der Totalausfall für den ihn viele hielten. Aber man musste ganz klar damit Leben das Fnatic lange nicht mehr das ist was es war.

Ein schwacher Springsplit mit einem Mittelfeldplatz und einem erneuten, für Fantic untypischen, Roasterswap war die Folge! Noxiak wurde nach wenigen Spielen durch Johan „Klaj“ Olsson ersetzt und der Rest des Teams hatte einfach nicht mehr den Esprit der vorhergehenden Seasons. Es fehlte so gut wie alles das Fnatic immer ausgezeichnet hatte. Kein Team wusste es besser Barons zu fokussieren oder auch in Rückstand die Gegner durch ihre Rotationen zum tilten zu bringen.

Nach dem ernüchternden Ende des Springspilts gab es erneut Änderungen im Roaster. Zum einen wollte Gamsu (wurde durch den Polen Mateusz „kikis“ Szkudlarek ersetzt), der sich nie wirklich wohl fühlte und zum anderen war Klaj weder mechanisch noch vom Spielverständnis in der Lage sein Team zu organisieren und das ebnete Yellowstar sein Comeback zu Fnatic.

Erneut kehrte ein verlorener Sohn zurück und man erhoffte sich den Xpeke Effekt, denn sein wir ehrlich mechanisch gibt es bei weitem bessere Supports als Yellowstar. Yellowstar glänzt eher durch seine pure Anwesenheit und die Koordination im Fight die er sich wunderbar mit Cyanide und Reignover teilte. Jedoch scheint er das in NA gelassen zu haben, denn auch er performte diesen Split erschreckend schwach zu Ende hin und auch die Synergie zwischen ihm und Rekkles, die auf der ganzen Welt gelobt wurde scheint gelitten zu haben!

Am Ende stand nach einem guten Beginn des Summersplits nur Platz 5 zu Buche und man schied in den Playoffs bereits im Viertelfinale aus! Resultat?

Fnatic fährt zum ersten Mal, seit es LoL Weltmeisterschaften gibt, nicht mit! Und als ob das nicht genug ist, geht auch noch der Vater des Erfolgs von Bord! Der Spanier Luis „Delior“ Sevilla Petit verlässt nach 2 Jahren sehr guter Arbeit Fnatic. In einer Stellungnahme gab er Preis dass, die letzten Monate weder freundlich noch gesund für das Team waren und man ganz klare Probleme im Spiel sieht die er nicht beheben kann. Das Team hätte sich nur geringfügig verbessert und das darf mit einem solch talentierten Team nicht passieren. Er trägt einen Großteil der Verantwortung dafür das das Team dort steht wo es steht und das sei Inakzeptabel.

Um dieses Loch zu stopfen hat Fnatic bereits Mitte des Splits einen neuen Coach ins Boot geholt. Mit Nicholas „Nicothepico“ Korsgard hat Fnatic sich die Dienste des ehemaligen Origen Coaches gesichert.